Behandlung von Hyperakusis

Hyperakusis - die gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen!

Viele Menschen leiden darunter, dass Geräusche der Umwelt oder Umgebung als zu laut empfunden werden.

Ursache ist eine verminderte Fähigkeit des Hörsystems, Geräusche abzuschwächen oder wegzufiltern, oft kommt ein Tinnitus dazu. In einer zunehmend lauteren Umwelt nimmt auch diese Störung immer mehr zu und führt zu Ängsten der Betroffenen, häufig sogar zu sozialem Rückzug.

Mit der von uns entwickelten Hörtherapie kann hier wirkungsvoll geholfen werden!

Hyperakusis - Infos für Patienten

Viele Menschen sind auch ohne Ohrgeräusche, wahrscheinlich wegen der akustischen Überlastung durch unsere laute Umwelt, bereits sehr geräuschempfindlich.

Die insgesamt stattfindende deutliche Überreizung aller Sinne führt in gewisser Weise zu einer Übersättigung. Diese Menschen meiden laute Geräusche von vornherein, vielleicht sogar schon seit der Kindheit. Ursache ist sicherlich die zu gering entwickelte Fähigkeit des Hörsystems, Störgeräusche auszublenden. Solche Menschen fühlen sich durch laute Geräusche sehr belästigt. Bekommen sie zusätzlich Tinnitus, dann entwickelt sich daraus häufig das Problem der sogenannten Hyperakusis.

Gerade weil sie sich in der Vergangenheit selten oder nie lauten Geräuschen ausgesetzt haben, können sie das Auftreten des Ohrgeräusches einerseits nicht verstehen, zum anderen vermuten sie, irgend etwas habe ihr empfindliches Gehör jetzt kaputt gemacht. Dies trifft natürlich um so mehr zu, wenn Auslöser des Ohrgeräusches ein wie auch immer geartetes Lärmtrauma ist, wie z. B. ein zerplatzter Luftballon oder eine plötzlich als sehr laut empfundene Musikquelle.

Wahrscheinlich waren diese Patienten schon immer eher ängstlich und "leicht aus der Ruhe zu bringen". Vor außergewöhnlichen Ereignissen und natürlich auch solchen Reizen haben sie Angst. Diese Angst wird, wenn der Tinnitus vielleicht trotz guter Erstbehandlung geblieben ist, immer mehr verstärkt. Häufig ist es dann so, dass ein auch nur geringfügiges lauteres Umweltgeräusch umgehend zu einer Verstärkung des Ohrgeräusches führt und im weiteren dann die Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) zum eigentlichen Problem wird. Da diesen Menschen häufig geraten wird, sich vor Geräuschen zu schützen und ihre Ohren zuzustopfen, wird ihr Hörsystem immer empfindlicher und die Fähigkeit, Störgeräusche wegzufiltern, lässt immer mehr nach. Der Tinnitus ist dann eigentlich gar nicht mehr das wahre Problem, er ist lediglich der Gradmesser, an dem die jeweilige Verschlimmerung der Empfindlichkeit abzulesen ist. Wirklich im Vordergrund steht aber hier die Angst. Die Angst vor Neuem, die Angst vor Gefährlichem, die Angst vor Lautem und letztlich dann auch die Angst vor Veränderungen. Alles kann bedrohlich werden, das mühsam aufgebaute, überaus empfindliche Schutzmäntelchen kann durch kleinste außergewöhnliche Gefühlsausbrüche zerstört werden.

So setzt die Hyperakusis einen Kreislauf aus Empfindlichkeit, Angst vor Geräuschen und erneuter negativer Verstärkung in Gang. Der/Die Betroffene scheint schließlich dem Überfluss akustischer Informationen scheinbar willenlos ausgeliefert, er wird von Geräuschen, selbst leisen, völlig dominiert. Eine Folge daraus kann die soziale Isolation sein, weil sich die Patienten praktisch nirgendwo hinzugehen wagen und sich mehr und mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen.

Das grundsätzliche Problem ist sicherlich die Angst, und vorrangig muss gerade diese Angst behandelt werden.


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